„Dreimal ist Grasdorfer Recht“

von Michael Behrens | | Tischtennis, 2.Herren

Wie zuletzt berichtet war unser Ziel für die Meisterschaft zumindest den zweiten Platz zu erobern, zu sichern und als Vize-Meister die Saison zu beenden. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Mit einem 1:3 in Pattensen hatten wir uns in die Winter-pause verabschiedet. Bei einem Rückstand von 12 Punkten auf Pattensen erschien es auch nicht mehr möglich den dritten Meistertitel in Folge nach Grasdorf zu holen.
Hier die Meistermannschaft der Saison 2008/2009 der Grasdorfer „Ü 32“:

Nach einem schwer erkämpften 1:0 Sieg (Torschütze Dirk Göldner) in Harenberg zu Beginn der Rückrunde begann sodann die Aufholjagd im Rennen um die Meisterschaft. Während wir unsere nachfolgenden Spiele gegen Rethen (3:0), Egestorf-Langreder (4:0), Springe (5:0), Gestorf (3:1), Weetzen (5:1) und Ronnenberg (4:0) erfolgreich gestalten konnten, musste der TSV Pattensen in seinen ersten Rückrundenspielen ordentlich Federn lassen, so dass wir auf einmal in der Lage waren mit einem Sieg gegen Pattensen aus eigener Kraft wieder Meister werden zu können.
Dazwischen lagen aber noch die Spiele in Kirchdorf und gegen Gleidingen. Das Spiel in Kirchdorf wurde zu einer Nervenschlacht, bei welcher wir trotz spielerischer Überlegenheit am Ende dank zweier Treffer von Kadir Cepni mit einem 2:1 Arbeitssieg zufrieden nach Hau-se fuhren. Das Ortsderby gegen Gleidingen gestaltete sich dann leichter als gedacht. Nach Toren von Diego de Marco (2), Dirk Göldner (2), Jens Burmeister und Walter Zimmermann mussten unsere Nachbarn aus Gleidingen mit einem halben Dutzend Gegentreffern im Ge-päck die Heimreise antreten.
So waren alle Voraussetzungen für dass Spitzenspiel gegen Pattensen am darauf folgenden Wochenende geschaffen. Mit einem Sieg konnten wir Punktgleichheit mit den Pattensern herstellen; bei einer Niederlage wäre der Zug Meisterschaft dann wohl endgültig abgefahren. Nach überzeugender erster Halbzeit gingen wir mit einem 2:0 Vorsprung durch Tore von Jens Burmeister und Dirk Göldner in die Kabine. Die zweite Halbzeit wurde dann zu einer Zitterpartie, da den Pattensern kurz nach der Pause bereits der Anschlusstreffer zum 1:2 gelang. Mit einem gut aufgelegten Torwart Karsten Rohowski und ein wenig Glück konnte der hauchdünne Vorsprung jedoch über die Zeit gebracht werden. Durch diesen Sieg waren wir nun in der günstigen Ausgangsposition aus eigener Kraft Meister werden zu können.
Dazu mussten „nur“ noch die ausstehenden Spiele in Koldingen und gegen Wilkenburg ge-wonnen werden. Das Spiel in Koldingen konnte, trotz hoher Überlegenheit, nur dank eines Treffers von Ingo Schulz, denkbar knapp mit 2:1 gewonnen werden. Nachdem die Pattenser in ihren letzten Saisonspiel nur ein 3:3 gegen Rethen erreicht hatten, lag es bei uns, mit einem Unentschieden oder einem Sieg gegen Wilkenburg die dritte Meisterschaft in Folge zu sichern. Bereits nach zehn Minuten gingen wir in diesem Spiel mit 1:0 in Führung, wobei diese der Mannschaft keine Sicherheit gab. Nach dem 1:1 in der 36. Minuten stand das Spiel auf der Kippe. Durch ein Eigentor der Wilkenburger (52. Min.) konnte der Ein-Tore-Vorsprung aber wieder hergestellt werden. Danach wurde der spielerische Faden aufgrund einer roten Karte für Dirk Falkner leider kurz verloren. Gegen zehn Grasdorfer nahmen die Wilkenburger vorübergehend das Spiel in die Hand ohne sich jedoch klare Torchancen zu erspielen. In diese Drangphase hinein gelang dann Patrick Werner in der 64. Minute mit einem „Sonntagsschuss“ aus 25 Metern in den Winkel das 3:1. Damit war der Widerstand der Wilkenburger endgültig gebrochen. In der 79. Spielminute sorgte Dirk Göldner dann mit dem 4:1 für grenzenlosen Jubel unter den Grasdorfern Spielern und Anhängern.
Die dritte Meisterschaft in Folge war sichergestellt.
Was dann folgte war eine dieser überraschenden Meisterschaftsfeiern, mit ein „wenig“ Alko-hol aus großen und kleinen Gläsern, Polonäsen durch das Clubhaus und Gesängen bis in den nächsten Tag hinein. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an unseren Clubwirt Stephan Klopsch für die Versorgung mit etlichen Getränken und an Angelika und Helmut Dähne, die am nächsten Tag den ursprünglichen Zustand des Kabinentraktes wieder hergestellt haben.

Die durch die errungene Meisterschaft resultierende Teilnahme an der Qualifikation zur Be-zirksmeisterschaft wurde dann durch ein 0:2 beim VfL Nordstemmen förmlich abgeschenkt. Dies war allerdings auch darauf zurückzuführen, dass am Wochenende des Turniers der Bezirksmeisterschaft kaum ein Spieler zur Verfügung gestanden hätte. Hier sollte sich der Verband überlegen, ob es wirklich Sinn macht nach Abschluss der Meisterrunde noch solch ein Event stattfinden zu lassen. Man könnte als Alternative die Bezirksmeisterschaft als hoch besetztes Vorbereitungsturnier durchführen.
Das eigentliche Highlight der Saison 2008/2009 war eigentlich vorrangig das Erreichen der Niedersachsenmeisterschaft in Barsinghausen am 02. Mai 2009. Wir hatten uns dafür sehr viel vorgenommen, aber bereits vor dem Turnier waren die Aussichten aufgrund vieler Ver-letzungsprobleme und Absagen von wichtigen Spielern nicht sehr rosig. Trotz aller widrigen Umstände ging die Mannschaft sehr engagiert zu Werke. Nach einem 0:0 gegen RW Damme im ersten Turnierspiel folgte gegen den TSV Sievern (4. der Niedersachsenmeisterschaft) eine schmerzhafte 0:1 Niederlage. Trotz spielerischer Überlegenheit und daraus re-sultierender ungenutzter Torchancen führte eine Unaufmerksamkeit zum K.O. Somit musste das letzte Spiel gegen VfR Eintracht Nord Wolfsburg (3. der Niedersachsenmeisterschaft) unbedingt gewonnen werden. Am Ende fehlten jedoch die Kraft und die erforderliche Kon-zentration, so dass dieses Spiel mit 0:2 verloren ging. Es blieb zum Schluss daher nur der 16. Platz der 16 besten Altherren-Mannschaften in Niedersachsen. Aber wie heißt es so schön „Dabei sein ist alles“. In der Nächsten Saison wird daher ein neuer Anlauf genommen, mit dem Ziel wieder die Endrunde der Niedersachsenmeisterschaft zu erreichen. Nieder-sachsenmeister wurden übrigens die SF Schwefingen vor dem TSV Krähenwinkel-Kaltenweide.
Nicht unerwähnt bleiben soll natürlich die anschließende Feier im Hotel Fuchsbachtal in Bar-singhausen, die wir dann wesentlich erfolgreicher gestalten konnten.
Eine Abschlussfahrt fand in diesem Jahr auch wieder statt. Diese ging über Pfingsten nach Norderney und man munkelt noch heute, dass es auf der Insel nach diesem Wochenende keinen „Havanna-Club“ mehr gab. Ein Hoch den geistigen Getränken.
Das soll es nunmehr vom Sportlichen gewesen sein. Ach nein, nicht ganz. Wie es ja nun in allen Zeitungen gestanden hat und von den Vögeln von den Dächern gepfiffen wird, beendet unser Trainer Erich Doberstein seine Trainerlaufbahn. Nach fünf erfolgreichen Jahren mit drei Meisterschaften und zwei Vize-Meisterschaften tritt er in seinen wohlverdienten „Trainer-ruhestand“ und wurde bei unserer Abschlussfeier mit einem Stein auf dem Grasdorfer „Walk of Fame“ verabschiedet.
Wir wünschen unserem Erich alles Gute für die Zukunft und hoffen natürlich auf häufige Be-suche unserer Spiele in der neuen Saison.
Als neuen (Spieler-) Trainer begrüßen wir dann unseren Goalgetter Kadir Cepni. Er wird diese Position federführend ausfüllen und dabei von Dirk Göldner und René Türk unterstützt.
Wie immer an dieser Stelle, gilt last, but not least, unser Dank all denjenigen, die uns sportlich, aber auch finanziell unterstützt haben. Da wären insbesondere unsere Sponsoren, die Firma Jade Stahl, sowie Metall Recycling Hannover, unser Clubwirt Stephan und seine holde Gattin Silke, sowie Erwin Brökers, Helmut Platzek u.v.a.
Im Namen der Alten Herren wünsche ich allen eine erholsame Sommerpause und einen gu-ten Start in die neue Saison.
Bis dahin Euer Michael

   

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