„Catenacchio ist anders!“

von Michael Behrens | | Jugend-Fußball, 3.F-Jugend

Für alle Fetischisten, die dem Torwart gern dabei zuschauen wie er Bälle aus dem eigenen Netz pulen muss, sind die Spiele der Dritten in der bisherigen Saison eine Wonne. In schöner Regelmäßigkeit schlägt die Pille bei uns sowohl vorn, als auch hinten ein. Bei 15 geschossenen und 12 kassierten Treffern steht ein stattlicher Durchschnitt von 5,4 Toren pro Spiel für uns zu Buche.

Giovanni Trapattoni hätte bei einer solchen Quote schon längst Tobsuchtsanfälle entwickelt, die sämtliche örtliche Valiumreserven aufgezährt hätten. Nicht so unser Trainerteam: Bisher hielten sich die cholerischen Anfälle von Andreas Hülsing und Andreas Urbanski in Grenzen. Dies mag letztlich auch an unserer durchaus vernünftigen Punkteausbeute liegen. Denn mit dem vierten Platz nach fünf Spieltagen können wir uns zumindest die meisten anderen Teams der Liga von oben aus anschauen.
Wenn auch die semiprofessionellen Strukturen, die die Doppel-Andis seit Saisonbeginn eingeführt haben, auf allgemeinen Zuspruch in der Mannschaft treffen, so tun sich die Spieler manchmal auch schwer die Ansprüche zu erfüllen. Insbesondere die Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung entsprach dabei nicht immer den Vorstellungen der sportlichen Leitung. Dennoch ist der Optimismus nach wie vor groß, dass das so genannte Projekt 2009 zu einem guten Abschluss gebracht werden kann.
Nach unserem Wechsel von der Staffel 1 in die Staffel 3 vor Saisonbeginn mussten wir uns erst einmal an neue Gegner und Straßenzüge gewöhnen: Anstatt Mellendorf und Uetze heißt es nun Eldagsen und Altenhagen. Anstatt B3 und A7 sehen wir nun öfter die B217 und Hildesheimer Straße. Vielleicht trägt auch die unbekannte Umgebung zu den derzeitigen Orientierungsschwierigkeiten in der Defensive bei. Denn bei Spielen wie dem 2:2-Unentschieden zum Auftakt in Ihme-Roloven oder dem 5:4-Heimsieg gegen den FC Springe II haben wir den Gegner freundlichst zum Tore schießen eingeladen. Doch die Saison ist lang und wir arbeiten alle gemeinsam daran das Potential aus der Mannschaft herauszukitzeln. Über kurz oder lang wird so auch die Stabilität in der Abwehr zurückkehren, die wir in den vergangenen Jahren an den Tag gelegt haben. Und dann wird sich Giovanni Trapattoni ohne Gesundheitsgefährdung Spiele der Dritten anschauen können.
André Nowak

   

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