Adrenalin...

von Michael Behrens | | Tischtennis, 2.Herren

.... (von lat. ad „zu“ und ren „Niere“), ist ein im Nebennierenmark gebildetes und in Stresssituationen ins Blut ausgeschüttetes Hormon. Als Stresshormon vermittelt Adrenalin eine Steigerung der Herzfrequenz, einen Anstieg des Blutdrucks, eine Erweiterung der Bronchien, eine schnelle Bereitstellung von Energiereserven durch Fettabbau (Lipolyse) sowie die Freisetzung und Biosynthese von Glucose.
Soweit die Theorie, die Praxis war wesentlich schlimmer!

Trainer und Eltern haben selten in Ihrem Leben mehr Adrenalin ausgeschüttet, als am Endrundenspieltag des Sparkassen-Hallenpokals in Wunstorf. Wunstorf? Warum eigentlich 53 Kilometer fahren und um 09:00 Uhr das erste Spiel bestreiten, wenn doch hier so etwas wie die Laatzener Stadtmeisterschaft ausgetragen wird? Naja, außer den betreffenden Trainern konnte ja auch niemand ahnen, dass neben Bordenau/Poggenhagen die Mannschaften von Germania Grasdorf, der SpVg Laatzen und dem FC Rethen um die Hallenkreismeisterschaft kämpfen.
Das erste Spiel haben wir zumindest erst einmal komplett verschlafen. Der mitgereiste Tross sah ein enttäuschendes Spiel unserer Mannschaft, das trotz vieler Torchancen mit 0:1 gegen Bordenau verloren wurde.
Dann Gänsehaut pur an der Seitenlinie und auf der Tribüne. Im ewig jungen Duell gegen die uns eben noch anfeuernden Laatzener gewinnen wir anschließend nach einer Leistungssteigerung mit 2:1 durch Tore von Andi und Max Borchard.
Der FC Rethen, der ebenso souverän in die Endrunde eingezogen war, hatte einen rabenschwarzen Tag. Die Mannschaft von Jens und Gregor trat mit einigen Kindern an, die krankheitsbedingt nicht die volle Leistung bringen konnten. Bei aller Sympathie und Fairness untereinander, diese Chance mussten wir nutzen.
So waren es Max Borchard nach einem Freistoß von Florian, Florian selbst mit einem Freistoß von der Mittellinie, Max Borchard mit einer Ecke, die der Torwart ins Netz lenkte und Leon nach tollem Zuspiel von Carolin, die uns mit 4:0 gewinnen ließen.
Und jetzt war die Dramatik nicht mehr zu übertreffen: wenn Laatzen im letzten Spiel gegen Bordenau gewonnen hätte, wären wir sogar noch Meister geworden. Aber nachdem Laatzen 2:0 führte, mussten Uwe und Sören „aufmachen“, denn ein 5:0 hätte für die Laatzener auch zur Meisterschaft gereicht. Schließlich fingen sie sich dann aber noch zwei Tore ein und wurden so die „Königsmacher“. Bordenau somit verdienter Kreismeister und wir mal wieder Vizemeister.
Aber wir geben nicht auf und schauen nach vorne. Schließlich stehen wir in der Kreisliga „draußen“ als amtierender Herbstmeister ganz oben und wollen nun endlich auch einmal Meister werden. Also, Daumen drücken!!!

Jürgen Engelhard   

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