Mein Vater hat immer zu mir gesagt: “Mein Sohn,” hat er gesagt. “Mein Sohn, Du hast selten welche bekommen. Aber wenn, dann richtig. Und dann hattest Du sie auch wirklich verdient.” Das stimmt wohl. Das trifft wohl an diesem Spieltag auch auf die Germanen-Bande zu. Und schade, um jeden Schlag, äh um jeden Schuss, der daneben ging…
Die Niederlagen des Jahrgangs 93 in den letzten Jahren kann man an einer Hand abzählen, die letzte Pleite in einem Pflichtspiel liegt immerhin 10 Monate zurück. Am Samstag im Spiel gegen den SC Langenhagen haben sie sich die “Prügel” aber reichlich verdient. Dabei sah es anfangs gar nicht so schlecht aus, als Björn nach 10 Minuten plötzlich völlig frei vor dem gegnerischen Tor stand. Und weil er so frei stand, fing er an zu überlegen und schon war die Situation geklärt. Anstatt nun Mut aus dieser Möglichkeit zu schöpfen, wurde der Respekt immer größer. Mitte der ersten Hälfte dann der erste “Nackenschlag”. Eine Reihe von haarsträubenden Fehlern bei eigenem Ballbesitz vom Angriff bis zum Abwehrzentrum ermöglichte das 0:1. Danach luden die Germanen die Gäste regelrecht zum Toreschießen ein. Selbst die Langenhagener Stürmer waren überrascht, wie unbedrängt ihnen der Ball von den Grasdorfern im 16-Meter-Raum zugespielt wurde. Sie ließen sich nicht lange bitten und erhöhten fast ohne Gegenwehr auf 0:6.
Aber wie sagte schon mein Opa damals zu mir: “Eine ordentliche Tracht Prügel hat noch Niemandem geschadet!” Stimmt, schließlich sieht man ja das Ergebnis der antiautorithären Erziehung der Germanen allzu deutlich. Wenn ich damals etwas angestellt habe und die Konsequenzen spühren musste, habe ich mich anschließend jedenfalls wieder mustergültig verhalten. Zumindest ein paar Tage. Vielleicht haben ja auch die Grasdorfer etwas daraus gelernt…
Eines möchte ich hier aber klarstellen. Ich bin gegen Gewalt gegen Kinder und mein Sohn hat in seinem Leben nicht mal einen Klaps erhalten!
Und sonst noch:
Am Spielfeldrand:
“Na wenigstens wieder zu null…” (Markus´ Mutter beim Schlusspfiff, nachdem die Grasdorfer zuvor drei Mal “zu null” gespielt haben)
Prügelknaben
von Michael Behrens
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| Tischtennis, 2.Jungen







